Wir suchen dringend einen neuen Ort!

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Liebes Hamburg,

wir wünschen ein gutes neues Jahr rundherum und fallen gleich mit der Tür ins Haus: Wir benötigen dringend einen neuen Ort und bitten um Unterstützung! Wir sind eine Gemeinschaft lokal ansässiger Akteur*innen aus den Bereichen Bildende Kunst, Handwerk, innovative Technologie und Design. 70 Menschen, ca. 40 Gewerke — eine Genossenschaft.

Zum 28. Februar 2023 müssen wir aus dem Cruise Center Terminal im Überseequartier ausziehen. Die Mundhalle eG sucht dringend einen neuen Ort! Gesucht wird eine Halle mit 1200-3000 qm, die wir für mindestens 3 Jahre nutzen können. Wir freuen uns über jede Unterstützung, jeden Hinweis und jeden hilfreichen Kontakt.

Besuchen Sie uns am 19.1. zu unserem Krisen-Fest (weitere Infos folgen) und senden Sie jetzt gleich einen Hinweis an
➔ vorstand@mundhalle.de.



Wir suchen:

  • Überdachte Nutzfläche (1200–3000 qm) + nutzbare Außenfläche
  • Im besten Falle langfristig (Pacht oder Kauf), aber mind. für 3 Jahre
  • In Hamburg gelegen, das heißt gut angebunden
  • Wir sind offen für Kooperationen und Flächenteilungen
  • Mit Andienungsflächen / in Teilen eine Mindesthöhe von 3,30 Meter
  • Neben großen Räumlichkeiten auch einzelne Räume (möglichst beheizbar)

Hamburg wächst, aber es mangelt weiterhin nicht nur an Wohnraum, sondern verstärkt an erschwinglichem Gewerberaum und Flächen für Kreative in Hamburg. Ist unsere Suche aussichtslos? Nein: Die Genossenschaften Gängeviertel und Gröninger Hof in der Innenstadt, Kolbenhof oder Fux in Altona zeigen in ihrer Vielschichtigkeit gelungenes Miteinander und Strahlkraft über ihren Standort hinaus. Sie zeigen, dass es sich lohnt, Projekten, die sich genossenschaftlich organisieren, in Hamburg Räume zur Verfügung zu stellen.

Warum Genossenschaft? Eine Genossenschaft ist ein gemeinschaftlicher Zusammenschluss von Menschen mit ähnlichen Bedürfnissen, die Unternehmensform ist demokratisch, stabil und nachhaltig. Ziel unserer Genossenschaft ist es, günstigen, innerstädtisch angebundenen und langfristig gesicherten Arbeitsraum zu etablieren — jetzt und in Zukunft.

Finden wir keine Räume, kann die Genossenschaft ihren Zweck nicht erfüllen –sie muss sich auflösen oder abwandern. Es geht also um den Erhalt selbstverwalteter Strukturen, um langfristig gesicherte sozialverträgliche Mieten und darum, den Privatinteressen von Investor*innen etwas entgegenzusetzen.

Zum dritten Mal innerhalb von sechs Jahren müssen wir also mit über 1000 m2 Werkstatt- / Atelier- und Bürofläche in Hamburg umziehen.

Nach jahrelanger Arbeit und vielen Gesprächen u.a. mit Akteur*innen der Stadt wurde uns ein Gelände in Moorfleet zur Pacht zugesagt. Doch im Oktober erfuhren wir, dass uns die Stadt diese Fläche wegen eines Rechtsstreits mit dem bisherigen Nutzer nun doch nicht zur Verfügung stellen kann. Seither sind wir wieder intensiv auf der Suche nach anderen Möglichkeiten. Die Dauer des Verfahrens wird auf mehrere Jahre geschätzt, sodass wir voraussichtlich erst in ca. 5 Jahren die Fläche nutzen können!

So können wir schon wieder nicht arbeiten!

Wir benötigen jetzt einen Ort, an dem die Mundhalle eG Wurzeln schlagen kann – mindestens aber einen Ort für eine längere Zwischennutzung, bis wir die lang erarbeitete Pacht in Moorfleet antreten können. Wir – und nicht nur wir - benötigen bezahlbare Räume, die sich für Kleingewerbe, Handwerker*innen, Kunst- und Kulturschaffende eignen.

Unsere Genossenschaft ist kein Closed-Shop: Wir sind offen für neue Mitglieder und wirken in die Stadt hinein. Mit Atelier- und Werkstatt-Tagen für Nachbar*innen und Interessierte der Stadt, mit Workshops für Kinder und Erwachsene, durch kulturelle Aktivitäten und nicht zuletzt, indem wir unseren Raum für Veranstaltungen von Mitgliedern und externen Initiativen zur Verfügung stellen.

Wir fördern lokale Produktionen in unterschiedlichen handwerklichen Bereichen. Wir fördern interdisziplinäres Zusammenarbeiten und innovative Strukturen durch das Zusammenkommen unterschiedlicher Gewerke und Fachbereiche.

Positives Feedback erhalten wir von allen Seiten und wissen: Zusammenschlüssen wie den unseren gehört die Zukunft.

Und dafür brauchen wir dringend Unterstützung.

Melden Sie sich bei uns – mit einem Raumangebot, einer konkreten Idee oder einem Gesprächsangebot – per Mail an vorstand@mundhalle.de

Besuchen Sie uns beim nächsten Mundhallen-Open-House aka Krisen-Fest am 19. Januar.
Save the Date! Einladung und Uhrzeit folgt.

Vereinbaren Sie einen persönlichen Besuchstermin. Sie sind jederzeit willkommen, wenn es unsere Arbeitszeiten erlauben.

Unsere Gemeinschaft ist da! Unsere Initiative ist da! Unser Herzblut ist da! Unser ehrenamtliches Engagement ist da! Aber all das steht auf dem Spiel!

Hamburg, du bist an der Reihe!

Deine Mundhalle

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(c) Joseph Ruben Heicks